Artikel mit dem Tag "Theorie"



Fragt man Lehrer oder Lehramtstudierende, was guten Unterricht ausmacht, hört man ab und zu die Antwort: „Unterricht soll den Schülern Spaß machen“. Doch soll er das wirklich? Ich plädiere dafür, dass Unterricht und Lernen nicht nur Spaß, sondern vielmehr Freude bereiten soll. Es folgt ein Versuch, diese beiden Begriffe (die häufig synonym verwendet werden) zu nuancieren - ohne dabei Spaßverderber sein zu wollen…

Der bewusste und gezielte Humoreinsatz kann das Lernen als "Lernbeschleuniger" nachhaltig beeinflussen. Nicht immer kann (und sollte...) der zu vermittelnde Inhalt mit Humor verknüpft werden - das heißt aber nicht, dass Humor hier keine Rolle spielen kann. Hier kommt das lernförderliche Klima zum Tragen, denn auch dieses kann durch eine humorvolle Lernatmosphäre entwickelt werden.

Warum wir etwas generell lustig finden, habe ich in einem älteren Artikel schonmal theoretisch beleuchtet. Diese Ansätze erklären aber noch nicht die Verbindung zwischen Lehrerhumor und Lernen: Warum und wie beeinflusst Humor das Lernen der Schüler? Zu dieser Frage möchte ich euch heute ein Modell aus den USA vorstellen, das eine Hilfe für das Verständnis der Verarbeitung von Humor und dem potentiellen positiven Effekt auf das Lernen darstellt.

An mehreren Stellen habe ich über die Wichtigkeit einer Unterscheidung von verschiedenen Humorstilen oder -formen geschrieben und dabei verdeutlicht, dass es wichtig ist, Humor gezielt und reflektiert zu nutzen. Nur so kann er für Klarheit, Interesse und eine Verbesserung der Schüler-Lehrer-Beziehung sorgen. Heute möchte ich etwas detaillierter über unangemessenen und unangebrachten Humor im Klassenzimmer berichten. Diese Humorform wird auch als aggressiver Humor bezeichnet.

Bereits in einem früheren Artikel habe ich darauf verwiesen, dass es nicht DEN Lehrerhumor gibt, sondern, dass sich verschiedene Humorstile unterscheiden lassen. Auch in den neueren Studien von Sonja Bieg und Markus Dresel (2018) wird deutlich, dass Lehrerhumor als mehrdimensionales Konstrukt betrachtet werden muss und dabei nicht jede Form von Humor positive Effekte auf den Unterricht und das Lernen hat.

Was sagen oder schreiben renommierte und populäre Unterrichtsforscher wie John Hattie oder Andreas Helmke eigentlich zum Thema Humor im Unterricht? Setzen sie in ihren Werken zur Unterrichtsqualität auf den Humor (des Lehrers) oder bleibt er unberücksichtigt? Findet sich Humor sogar in der Liste der Unterrichtsqualitätsmerkmale? Ein Blick in ihre Hauptwerke sorgt eher für Ernüchterung...

Mit dieser Aussage weist der Volksmund auf die heilsame Wirkung des Lachens hin. Was genau dahinter steckt, erforscht die Gelotologie, die Wissenschaft des Lachens. Aus dieser Forschung stelle ich euch heute sechs zentrale Erkenntnisse vor - und damit sechs gute Gründe, das Lachen zu pflegen. Und es ist beeindruckend, welche körperlichen Veränderungen durch Lachen nachgewiesen sind - für Lehrer und unserer Schüler gleichermaßen!

Bereits während der Antike haben sich Denker und Forscher gefragt, was es ist, das eine Situation lustig macht und Lachen hervorruft. Im Laufe der Zeit entstanden verschiedene Humortheorien – auf der Suche nach der Quelle des Humor bildeten sich drei zentrale Ansätze heraus, von der jedoch keine die Phänomene Humor und Lachen vollständig abdeckt! Ich möchte euch kurz die drei Theorien näher bringen...

Der polnische Arzt, Autor und Pädagoge Janusz Korczak ist vor allem wegen seines unermüdlichen Einsatzes für die ihm anvertrauten Kinder bekannt. Er begleitete die Kinder seines Waisenhauses bis zum Tod in ein Vernichtungslager und nahm ihnen vor dem Einsteigen in den Zug die Angst, indem er ihnen sagte, dass sie einen gemeinsamen Ausflug machen würden. Korczak war es jedoch auch, der mit seiner "fröhlichen Pädagogik" den bis dahin vernachlässigten Aspekt des Humors in den Vordergrund rückte.

Wenn man versucht, dem Humor auf den Grund zu gehen und sich die Frage stellt, warum gewisse Dinge als lustig wahrgenommen werden, gibt es verschiedene theoretische Ansätze. Die Inkongruenz-Theorie ist eine der Theorien, mit denen Humor erklärt wird. Kurz zusammengefasst: Wenn wir zwei Dinge sehen, die nicht zusammenpassen, dann reagieren wir mit Belustigung.

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