Kreativitätsfördernde Aufgaben: #Kunst

Dass der Kunstunterricht prädestiniert ist für die Förderung der Kreativität der Schülerinnen und Schüler, scheint naheliegend. Schließlich wird hier gemalt, gezeichnet, gebastelt oder gewerkelt. Doch viel zu häufig geht es im Kunstunterricht um das Nachbasteln eines Modells, ums Ausmalen von Figuren oder das Ausschneiden und Zusammenkleben von Schablonen. Auch dies hat durchaus seine Berechtigung und verfolgt gewisse Ziele - jedoch steht hier der Kreativitätsförderung ein "geschlossener" Prozess und ein genaues Ergebnis im Weg. Es gibt eine Vielzahl von Alternativen: Heute stelle ich euch zwei Ideen und einige interessante Materialien vor. 

 

Idee 1: Alltagsdinge entfremden...

Vor einiger Zeit bin ich auf eine Idee gestoßen, die sich meiner Meinung nach für alle Schulstufen eignet, den kreativen Prozess fördert und geradezu dazu einlädt um die Ecke und humorvoll zu denken. 

Kleine Alltagsgegenstände werden kreativ genutzt und als Ausgangspunkt für eine einfache Zeichnung verwendet. Der kanadische Illustrator Hyemi Jeong macht es vor:

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Auch der aus Ecuador stammende Javier Perez (alias Cintascotch) zeigt auf Instagram, wie man Alltägliches kreativ umdeuten kann:

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Idee 2: Der Zufall entscheidet...

Wenn der Zufall entscheidet und das Ergebnis unbekannt ist, fördert dies kreatives Verhalten. Die Schülerinnen und Schüler müssen flexibel reagieren, beispielsweise ausgehend von Zufallstechniken oder auf "Entscheidungen", die ein Würfel für sie getroffen hat.

 

Zufallstechniken nutzen:

Ausgangspunkt für eine solche Aktivität kann der Künstler Max Ernst sein, der die Décalcomanie nutzte: Mit Hilfe dieses Abklatschverfahrens entstehen Muster und Farbverläufe, aus denen - thematisch oder frei - skurrile Dinge (Monster, Menschen, Tiere...) "herausgesehen" und hervorgehoben werden soll. 

 

 

Kunst würfeln:

Einem Würfel kann man viele Entscheidungen überlassen: Farbwahl, Motive, Reihenfolge oder Emotionen. Um auch die Kreativität der Schülerinnen und Schüler zu fördern, sollte das Würfelergebnis jedoch nur eine Entscheidung, nicht jedoch ein genau umzusetzendes Produkt, zur Folge haben.

 

Die folgende Aktivität regt beispielsweise eher zum Nachzeichnen und nicht unbedingt zu einem eigenen kreativen Prozess an. Abwandeln könnte man dies, indem die Kinder Formen oder Farben würfeln, die dann kreativ in die Darstellung des Monsters umgesetzt werden müsse. Ebenso kann man die Anzahl Augen, Zähne, Arme oder Beine sowie die Laune des Monsters würfeln... Hier ist in der Aufgabenstellung auch ganz viel Kreativität möglich! 

 


Material und Literatur

Weitere Ideen, Anregungen und Materialien für kreativitätsfördernde Aktivitäten im Kunstunterricht finden ostbelgische Lehrerinnen und Lehrer in der Mediothek der AHS. Hier einige Beispiele:

Im Internet findet ihr interessante Anregungen auf folgenden Seiten:



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