"Wer ist es?" in der Unterrichts-Edition...

Das klassische "Wer ist es?"-Spiel, bei dem es darum geht durch cleveres Fragen die Person des Mitspielers zu erraten, lässt sich hervorragend für verschiedene Unterrichtsinhalte anpassen. Voraussetzung dafür ist etwas Bastelarbeit und das Vorhandensein von einem oder mehreren Spielaufbauten (aber auch dafür gibt es Alternativen...). In diesem Artikel beschreibe ich euch einige Einsatzmöglichkeiten des abgewandelten Spieleklassikers für den Unterricht.

 

Solltet ihr das Spiel "Wer ist es?" nicht kennen, empfehle ich euch zuerst den nebenstehenden Text zum Spielprinzip zu lesen. 

 

Einsatzmöglichkeiten in verschiedenen Fächern

"Wer ist es?" hat das Potential, in verschiedenen Unterrichtsfächern zum EInstieg oder zur Wiederholung und Festigung verschiedener Lerninhalte eingesetzt zu werden. Wenn das Material nicht für alle Schuler vorhanden ist, kann es n offeneren Unterrichtsformen, beispielsweise bei einer Stationenarbeit oder während der Wochenplanarbeit, eingesetzt werden.

 

Hier einige Vorschläge für den Einsatz des Spiels. Natürlich sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt. 

  • Sprachunterricht: Für den Sprachunterricht kann auch das Originalspiel verwendet werden, wenn in der Mutter- oder Fremdsprache die Personenbeschreibung und der dementsprechende Wortschatz im Mittelpunkt stehen. Natürlich können dazu auch individuell gestaltete Abbildungen genutzt werden (beispielsweise prominente Personen). Im Bereich der Wortschatzarbeit kann das Spiel flexibel eingesetzt werden, indem beispielsweise Berufe oder Gegenstände, die beschrieben werden können, abgebildet und erraten werden müssen.
    Hierbei geht es dann beispielsweise um den korrekten Gebrauch von Fragewörtern und -sätzen oder die Verwendung von Adjektiven und deren Deklination.
  • Mathematikunterricht: Um den zwei- oder dreistelligen Zahlenraum zu festigen, kann das Spiel genutzt werden, indem verschiede Zahlen abgebildet sind und die Spieler durch Fragen (Ist deine Zahl größer als 20? Ist deine Zahl eine ungerade Zahl? Hat deine Zahl eine 3 an der Einer-Position?...) die richtige Zahl erraten müssen. Auch zur Wiederholung der Brüche, Dezimalzahlen und Prozente eignet sich das Spiel: Ist deine Zahl ein Bruch? Ist deine Zahl größer als 1? Hat deine Zahl die Ziffer 4 im Nenner?...). Für den Bereich der Geometrie können Formen oder Körper abgebildet werden, die durch cleveres Fragen erraten werden müssen (s. Fotos). 
  • Sachunterricht: Ob Geschichte, Erdkunde oder Naturwissenschaften - viele Themen eignen sich als Basis für das Spiel. Abgebildet werden können historische Persönlichkeiten, Länderumrisse, Sehenswürdigkeiten, Tiere oder Pflanzen - wichtig ist generell, dass sich die gesuchten Begriffe/Personen in ihren Eigenschaften so weit unterscheiden, dass sie einmalig sind, aber nicht so eindeutig sind, dass durch eine Frage die Antwort klar ist... Es ist also etwas Vorbereitung notwendig ;-) 

In wenigen Schritten zum spiel

Du willst es ausprobieren. Dann sind diese Schritte notwendig:

  1. Finde ein altes "Wer ist es?"-Spiel und entnehme die Karten. Alternativ kannst du dir ein Spiel selber basteln (s. hier).
  2. Wähle Abbildungen passend zu deinem Unterrichtsthema aus und überprüfe dabei, dass sich das Thema und die Abbildungen generell für das Spielprinzip eignen. 
  3. Miss die Karten für dein Spiel aus, suche passende Abbildungen im Internet und bereite sie so vor, dass sie in das Spiel passen. Füge ein Textfeld mit der "Antwort" in die Abbildungen ein. 
  4. Ausdrucken, ausschneiden, evtl. laminieren - und los geht's! Denke daran, die Karten einmal auszudrucken, um aus dem Stapel ziehen zu können. 

Spielprinzip

"Wer ist es?" ist ein Deduktionsspiel, also ein Spiel - laut Wikipedia - in dessen Verlauf die Spieler mittels logischer Schlussfolgerungen einen anfangs unbekannten Sachverhalt aufdecken müssen.

 

Jeder Spieler erhält zu Spielbeginn eine Spieltafel mit 24 umklappbaren Plättchen, auf denen die Gesichter von 24 unterschiedlichen Personen oder anderen Dingen abgebildet sind. Jede Abbildung weist eine einmalige Kombination von Merkmalen auf, zum Beispiel beim Klassiker Haarfarbe, Haarlänge, Augenfarbe, Bartwuchs, Kopfbedeckung usw. Die gleichen Abbildungen sind auch auf 24 Kärtchen aufgedruckt, die vor dem Spiel gemischt werden und von denen jeder Spieler verdeckt eine Karte zieht – sie zeigt die Abbildung, die der Gegenüber finden muss. Um der Identität der gesuchten Person, dem Gegenstand oder anderem auf die Spur zu kommen, stellen sich beide Spieler nun abwechselnd Ja/Nein-Fragen, etwa „Hat meine gesuchte Person blonde Haare?“ oder „Trägt die Person eine Brille?“. Der Gegner muss die Frage jeweils wahrheitsgemäß beantworten. Ziel der Fragestellung ist es, die Auswahl der Abbildungen möglichst stark einzuschränken. Die Plättchen der ausgeschiedenen Personen/Gegenstände werden zugeklappt. Konnte ein Spieler die Auswahl auf genau eine Abbildung eingrenzen, so ist sie auch stets die gesuchte Abbildung. Ein Spieler kann jedoch vorher schon versuchen, die gesuchte Abbildung einfach zu erraten. Dies bietet sich beispielsweise an, wenn die Auswahl auf zwei Abbildungen eingegrenzt wurde oder der Gegner in der kommenden Runde gewinnen würde.

 


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