Neues Schuljahr, neue Schüler, neue Namen...

Wenn bald das neue Schuljahr startet, kommen nicht selten neue Gesichter und Namen auf euch zu. Diese solltet ihr schnell lernen - schließlich wollt ihr von Beginn an eure Schützlinge beim Namen nennen können und damit auch von Beginn an eine persönlichere Beziehung zu ihnen aufbauen. Ich schlage euch ein paar kreativere Namenslern-Aktivitäten vor.

 

Ähnlich wie das Erzählen vom Wochenende oder den Ferien, haben die Kennenlern- und Vorstellungsmomente zu Beginn des Schuljahres das Potential eintönig und langweilig zu werden - sowohl für die Schüler als auch für die Lehrer. Manche Schüler halten sich bei ihren Ausführungen an das Wesentliche - Name, Alter, Wohnort und vielleicht noch ein Hobby - andere erzählen möglicherweise sehr ausgiebig über ihr bisheriges Leben... Mir persönlich fällt es dann schwer, allen Ausführungen zu folgen und am Ende die Namen und wenn möglich noch einige Besonderheiten der Schüler/Studenten zu behalten. Möglicherweise schaffen es die folgenden Vorschläge eher, Langeweile zu verhindern und dabei auch die eigene Merkfähigkeit zu verbessern... Ziel der vorgestellte Aktivitäten ist nicht das Kennenlernen der Schüler untereinander. Es sind bloß Vorschläge für eine 1lternative zur "schnellen" Vorstellungs- oder Namensrunde. 

 

Das Lügen-Porträt

Bei dieser Vorstellungsrunde sollen sich die Schüler nicht unbedingt mit den Klassikern wie Wohnort, Geschwisterzahl oder Hobbys vorstellen, sondern Erlebnisse oder besondere Einzelheiten einbauen. Dabei berichtet jeder Schüler drei (oder vier) Informationen über sich - eine Einzelheit soll dabei jedoch frei erfunden sein. Die ganze Gruppe (oder insbesondere der Lehrer, wenn sich die Schüler schon gut kennen), sollen raten, welches die erfundene Information war. 

 

Mit persönlich verhelfen die Eigenheiten oder auch die "Lüge" dazu, den Namen besser mit einem Gesicht zu verbinden. Und selbst wenn es mit dem Namen nicht so klappt, ist vielleicht eine Eigenheit oder Lüge hängengeblieben - nach dem Motto: "Deinen Namen weiß ich gerade nicht mehr, aber du hast auf jeden Fall letztes Jahr in Australien mit Koalas gekuschelt." 

 

Alliterationen oder "Mirko Mondsüchtig"

Ein kleine Besonderheit, die ebenfalls das Potential hat, sich Gesichter und Namen besser zu merken, ist die Nutzung von Alliterationen in der Kennenlernrunde - also die Verbindung des Vorname mit einem Adjektiv, einer Tätigkeit oder einem Gegenstand mit dem gleichen Anfangsbuchstaben oder -laut. Ob diese Verbindung der Wahrheit entsprechen und/oder zu einem spezifischen Motto/Thema geschehen muss, könnt ihr entscheiden (Lieblingsspeise, Eigenschaft, Lieblingspromi, Verbindung zum Unterrichtsfach...). Eine passende Geste oder Bewegung kann optional hinzugefügt werden. Nach dem Modus des "Kofferpackens" wiederholen die Schüler (oder nur der Lehrer) die vorherigen Namen und Sprüche.

 

Kreative Eselsbrücken

Die Schüler sollen versuchen, ihren Namen in Bildern auszudrücken, Bilderrätsel zu entwerfen oder einfach einen Gegenstand zu malen, der ähnlich wie der Name klingt oder mit ihm in Verbindung steht. Die Namen können dann wie Namenskärtchen aufgestellt werden und von den Mitschülern/der Lehrperson "erraten" werden. Der Vorteil: Wie die klassischen Namenskärtchen können die Eselbrücken auf dem Pult stehen bleiben und ihr habt (zumindest für die erste Zeit) eine kleine Merkhilfe.

 

Alternativ dazu könnt ihr euch auch (zu Hause) selber Bilder, Tätigkeiten oder Personen ausdenken, die in Verbindung zu den Namen der einzelnen Schülern stehen. Dazu gehört Fantasie und Vorstellungsvermögen - nachgewiesen ist es aber eine gute Methode, sich Namen zu merken...

Und ganz Seriös...

Meist erhaltet ihr bereits im Vorfeld eine Namenliste, möglicherweise sogar mit Fotos der Schüler. Euch diese vor der ersten Stunde einzuprägen, verschafft sicher einen Vorteil. Vielleicht könnt ihr die Schüler ja beeindrucken, indem ihr sie alle bereits im ersten Unterricht mit Namen ansprechen könnt...

 

Oder ihr nutzt die traditionellen Namenskarten - die helfen aber nicht wirklich dabei, sich die Namen einzuprägen und sie zu behalten, wiel ihr eher nur passiv ablest... 

 

... und wenn alle das nichts bringt und ihr die Namen nicht behaltet - auch nicht nach Kennenlernspielen und eifrigem Lernen mit einem Sitzplan - fragt einfach nach. Das kommt besser als, als die Schüler mit "Du da" oder "Die junge Dame im blauen T-Shirt" anzusprechen...

 


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