Die humorvolle Grundhaltung als Basis

Die Non-plus-ultra-Gelingensbedingung für den Einsatz von Humor im Unterricht ist die persönliche Grundhaltung. Bevor konkrete und gezielt eingesetzte Humor-Techniken im Sinne von humorvollen Interventionen genutzt werden, ist eine offene Haltung der Lehrkraft gegenüber Humor ausschlaggebend. Diese Grundhaltung ermöglicht es erst, humorvolle Situationen zu schaffen.

 

Was beinhaltet die Grundhaltung?

Auf die Frage, wie sich diese Grundhaltung kennzeichnet, geben verschiedene Autoren zahlreiche Merkmale:

  • eine gewisse Distanz zu sich selbst aufzubauen
  • sich selbst nicht so wichtig zu nehmen
  • über sich selber (mit-)lachen
  • menschliche Schwächen zeigen können (nobody is perfect...).
  • eine heitere Sicht auf die Welt haben

Mit dieser Grundhaltung gehen Optimismus, Gelassenheit und Toleranz einher, die für das pädagogische und unterrichtliche Handeln wichtig und hilfreich sind. Ist diese Basis geschaffen, wird es möglich, Humorfähigkeiten und -techniken zu trainieren. Übrigens ist diese Haltung nicht nur Basis für guten Humor, sondern auch die beste Burnout-Vorbeugung...

 

Gruntz-Stoll (2011) bezeichnet diese grundsätzliche Haltung als  "Einstellung zu sich selbst, zum eigenen Tun, zum gemeinsamen Weg von Lernenden und Lehrenden"


Literatur

  • Gaudo, F. & Kaiser, M. (2018). Lachend lernen: Humortechniken für den Unterricht. Weinheim: Beltz. 
  • Gruntz-Stoll, J. (2011). "Never smile until Christmas!"?. Uni Nove, 218, 24-26.
  • Rißland, B. & Gruntz-Stoll, J. (2009). Das lachende Klassenzimmer: Werkstattbuch Humor. Baltmannsweiler: Schneider.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0