"In den Ferien war ich..." - Alternativen zum klassichen Erzählkreis

Es geht wieder los! Der erste Schultag nach den Ferien! Nach Kennenlernspielen und Organisatorischem kommen auch die Kinder zu Wort, um von ihren Ferien zu berichten. Und wer kennt ihn (zumindest in der Primarschule) nicht: Den Erzählkreis, bei dem sich die Schüler (und auch die Lehrperson) bereits nach kurzer Zeit langweilen, manche Kinder ewig erzählen und sich nach vier Berichten die Inhalte und Formulierungen wiederholen. Ich schlage euch ein paar (kreative) Ideen als Alternative zum Erzählkreis vor. Dabei könnte auch etwas für die Sekundarschule dabei sein... 

Finde jemanden, der...

Die Schüler bekommen einige Sätze vorgegeben mit Dingen, die jemand in den Ferien gemacht oder erlebt haben könnte. Dann sollen sie im Klassenzimmer umhergehen und alle befragen, bis sie für jede Kategorie mindestens eine Person gefunden haben. Zusätzlich dürfen sie sich dann darüber unterhalten und Details erfragen. Bei dieser Aktivität wird jeder aktiviert und die Schüler sprechen viel miteinander.

 

Ferienbingo

Eine Variante dazu ist das Ferienbingo, bei dem jedes Kind ein Bingo-Blatt bekommt. Ziel des Spiels ist es, Kinder zu finden, auf die eine bestimmte Aussage zutrifft. Sobald das Startsignal ertönt, dürfen die Kinder im Klassenraum umhergehen und andere Kinder fragen, wer was erlebt hat. Hat man einen Mitschüler gefunden, so darf man dessen Namen in das jeweilige Feld eintragen. Wer eine Reihe oder eine Spalte gefüllt hat, hat ein Bingo. Wer alle Felder füllen konnte, hat ein Super-Bingo. Der oder die Schnellste kann eine kleine Belohnung bekommen. Eine Vorlage zur Inspiration findet ihr hier

 

Ferienerlebniskarten

Die Schüler kommen zum Erzählkreis zusammen und jeder zieht ein Kärtchen aus einer Box. Darauf steht ein Satzanfang, zu dem die Kinder etwas erzählen sollen, zum Beispiel: „Das tollste, das ich in den Ferien erlebt habe, war …“, „An einem Tag war es so heiß …“, „Besonders spannend war …“ usw. So bekommen die Kinder einen klaren Impuls und ihre Geschichten bleiben abwechslungsreich und spannend.

 

Bilder oder Objekte als Gesprächsanlass

Auch Bildkarten oder Objekte können als Impuls dienen. Jeder Schüler wählt eins aus, das irgendwie zu seinen Ferien passt und erzählt davon. Bei älteren Schülern empfehle ich es, Objekte oder Bilder auszuwählen, wo eine Verbindung zu den Ferien nicht zu offensichtlich ist und sie etwas "um die Ecke" denken müssen. 

 

ferienumfrage

Warum nicht eine Verbindung zum Mathematikunterricht vorsehen und eine Umfrage zu den Ferien mit den Schülern erstellen, die dann durchgeführt und ausgewertet wird. Als Einführung in die Stochastik ein sinnvoller Einstieg mit Alltagsbezug. 

 

Partnerinterview, Kugellager,...

Alternativ zum Erzählkreis, in dem alle Kinder nacheinander berichten, können andere Methoden genutzt werden. Im Partnerinterview (auch mit 3-4 Kindern möglich) berichten sich die Schüler gegenseitig von ihren Ferien. Nach einer gewissen Zeit wird gewechselt. Ähnlich kann der Austausch in Form des Kugellagers geschehen, wo sich ein Außen- und ein Innenkreis gegenüber stehen. 

 

Schreibanlässe

Schreiben statt erzählen? Auch dazu gibt es zahlreiche Möglichkeiten. In Form einer Postkarte, eines Plakats, eines Mindmaps oder ausgehend von Satzanfängen können die Schüler ihre Ferienerlebnisse aufschreiben. Jüngere Kinder können die  Ferienerlebnisse auch malen. Die Texte oder Bilder könnten zusammengefügt werden (beispielsweise zu einem "Ferienzug"...) oder in einer anderen Form als Ergebnis zusammengeführt werden. 


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